Das Allerletzte – Ponyverlosung beim Rodeowochenende in Osterscheps

Veröffentlicht am 11. Mai 2011.
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Am kommenden Wochenende (14./15.05.2011) finden im Landkreis Ammerland in Osterscheps Rodeoveranstaltungen statt.

Die bundesweit tätige Initiative Anti-Corrida, eine Arbeitsgemeinschaft von animal 2ooo – Menschen für Tierrechte Bayern e.V, hält Rodeo aufgrund eigener Besuche für Tierquälerei. Die Tierrechtler verfügen über ausgiebiges eigenes Foto- und Videomaterial, das belegt, dass Rodeo trotz aller Behauptungen der Möchtegern-Cowboys nicht tierschutzgerecht ist.

Die Tierrechtler wandten sich bereits an das zuständige Veterinäramt und forderten strikte Auflagen und Überwachung.

Besonders verärgert sind die Tierfreunde darüber, dass das Reiten von Bullen geplant ist. Dies ist per Erlass des niedersächsischen Verbraucherministeriums seit dem 08.08.2006 verboten! Die Tierrechtler fordern eine konsequente Umsetzung des Erlasses.

Auf wenig Begeisterung stößt auch die Verlosung eines Ponys am Rodeowochenende Die Tierrechtler sehen darin einen Verstoß gegen die “Verordnung über Spielgeräte und andere Spiele mit Gewinnmöglichkeit” (Spielverordnung – SpielV). In § 6 Absatz 3 steht: “Lebende Tiere dürfen nicht als Gewinn ausgesetzt werden.”

Vom Veterinäramt des Landkreises Ammerland wurde gefordert, die Verlosung aus Tierschutzgründen zu verbieten. Die Begründung: Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass jeder Besucher über die finanziellen Möglichkeiten und die nötige Sachkunde verfügt, um ein Pferd artgerecht unterzubringen.

Mechthild Mench, Pressesprecherin von Initiative Anti-Corrida und stellv. Vorsitzende von animal 2ooo: “Wir hoffen, dass der Erlass des Landes Niedersachsens mit dem Verbot des Bullenreitens strikt angewendet wird. Wir fordern die Bewohner des Landkreises auf, diese Veranstaltungen nicht mit ihren Eintrittsgeldern zu unterstützen. Rodeo gibt besonders Kindern ein ganz schlechtes Beispiel im Umgang mit Tieren, denn den Tieren wird Gewalt angetan.”

Pressemitteilung vom 11. Mai 2011

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