Menschen für Tierrechte Bayern e.V.
Landesverband gegen Tierversuche, Intensivtierhaltung
und sonstige Formen der Ausbeutung von Tieren

 
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Tiertransporte

Hieran hat sich nichts geändert: Kein anderes Tierschutzthema bewegte in den letzten Jahren die Gemüter der deutschen Bevölkerung so sehr, wie die unsäglich leidvollen Tiertransporte. Eine Zeit lang war in fast allen Kanälen täglich ein Bericht über geschundene Rinder, Pferde, Schafe, Puten und dergleichen zu sehen - hat sich etwas geändert? Im Grunde genommen leider nicht!

Trotz EU-Richtlinie (1995) über den Schutz von Tieren beim Transport und der Umsetzung dieser Richtlinie in Deutschland in Form der deutschen Tiertransportverordnung (1997) werden weiterhin folgende Zuwiderhandlungen festgestellt (Infos aus dem aktuellen Tierschutzbericht des zuständigen Bundesministeriums für Verbraucherschutz):

  • Überladung
  • Überschreitung der Ladedichte, der Transportzeit, der vorgesehenen Tränk-,
    Fütterung- und Ausruhzeiten
  • Transport von transportunfähigen Tieren
  • gemeinsamer Transport unverträglicher Tiere
  • Mängel an Belüftung
  • Fehlender Witterungsschutz
  • unsachgemäßer Umgang mit den Tieren
  • fehlender Sachkundenachweis
    ...


Die Liste könnte noch um viele Punkte verlängert werden. Zudem werden die notwendigen Kontrollen, um vorgenannten Mängel zu erkennen und zu beseitigen, nur stichprobenartig ausgeführt. Oftmals sind es Tierschützer - auch Aktivisten von - die die Tiertransporte begleiten und an die zuständigen Behörden entsprechende Meldung geben.

Millionen von Schlachttieren überqueren jährlich Europas Grenzen. Seit der EU-Erweiterung im Mai 2004 ist das Gebiet noch größer, d. h. die Transporte für die Tiere noch länger geworden. Sie sind oftmals tage- und wochenlang unterwegs, subventioniert durch die EU mit unseren Steuergelder!

Meistens ohne Nahrung und Wasser, herausgerissen aus ihrer gewohnten Umgebung, zusammengepfercht mit fremden Artgenossen, Hitze und Kälte ausgesetzt, oftmals brutal behandelt, erleben die Tiere ihren Weg in den Tod. Der Transport ist für sie die letzte Stufe eines langen Leidensweges, der bereits bei der Geburt des sogenannten "Nutztieres" seinen Anfang nimmt.

Auch der erneute Versuch im Jahr 2004 auf EU-Ebene, verschiedene Verbesserungen für die Tiere auf dem Transport zu erreichen, scheiterte an einzelnen Mitgliedsländern – ein Armutszeugnis für unsere sog. Zivilisation.

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass lebende Tiere weder auf einen Lkw noch auf ein Schiff artgerecht transportiert werden können. Die unten angeführten Forderungen bedeuten daher nicht das endgültige Ziel bei den Tiertransporten, sie orientieren sich lediglich an der heutigen gesellschaftlichen Realität:

  • Sofortige Streichung der EU-Exportsubventionen für sog. "Schlachttiere".
  • Lebendtransporte dürfen nur noch bis zum nächsten Schlachthof durchgeführt werden.
  • Die maximale Transportdauer darf nur 4 Stunden betragen.
  • Effektive behördliche Kontrollen in allen Phasen des Transportes.
  • Konsequente, höhere strafrechtliche Bestrafung bei Verstößen.

Margit Brücklmeier 2005

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